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Das Ziel ist ein SPNV [Schienenpersonen-Nahverkehr, d. Autor], der den Menschen eine komfortable Mobilität jenseits des Autos ermöglicht. – Oliver Krischer, NRW-Verkehrsminister zur Reform des Schienenverkehrs

Aktualisiert: Samstag, 21.03.2026

Leserbriefe, die das örtliche BBV bewusst  und mit höchst merkwürdiger Begründung nicht abdruckte. Quelle: Bild KI-generiert.Leserbriefe, die das örtliche BBV bewusst und mit höchst merkwürdiger Begründung nicht abdruckte. Quelle: Bild KI-generiert.

Herr Antonius Mayland, Bocholt reichte als Erwiderung auf die Leserbriefe der Herren Kamps und Paßlick  zum Thema "Gesundheitscampus und ÖPNV" beim Bocholter Borkener Volksblatt (BBV) den nachfolgenden Leserbrief ein, der die aktuelle Situation einer unzureichenden ÖPNV-Anbindung Richtung Münster exakt auf den Punkt bringt. Auch dieser Leserbrief wurde im Lokalteil des BBV bewusst nicht abgedruckt, da das Thema offensichtlich nicht mit der Haltung des BBV "pro RS2" vereinbar ist. Äußerungen von Bürger:innen pro Bahn werden damit nicht zum ersten Mal bewusst der interessierten Öffentlichkeit vorenthalten.

Leserbrief zum Thema Reaktivierung Bahn Kamps/Paßlick

Man kann über Bahnreaktivierung oder Radschnellweg (RS2) durchaus unterschiedliche Meinungen haben, das ist völlig normal.
Dass ein RS2 dem Gesundheitscampus geholfen hätte, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden.
Eine gute Bahnverbindung nach Münster wäre da sicherlich hilfreicher gewesen!
Eine unbestreitbare Tatsache ist auch, dass eine Busverbindung keinesfalls die gleichen Möglichkeiten bietet, wie eine Bahnanbindung es kann.
Was aber in der Diskussion gänzlich untergeht, ist die Tatsache, dass erstens der Bus zwar mit 85 Minuten angegeben ist, aber oft länger braucht. Ich habe schon mal beobachtet, dass er wegen Verspätung den Bahnhof nicht anfuhr, sondern an der Industriestraße anhielt und dort Fahrgäste aussteigen ließ….
Zweitens ist die Fahrzeitangabe von 2 Std. für die Bahn (1974) nicht falsch, verschweigt aber, dass diese Fahrzeit auf einer Streckenhöchstgeschwindigkeit von sagenhaften 50 km/h basiert. Dass ein S75 auf der Autobahn schneller unterwegs ist, leuchtet ein, unterschlägt aber z.B. dass stehende Fahrgäste vorm Befahren der A 43 aussteigen müssen oder gar nicht erst einsteigen dürfen.
Wenn eine reaktivierte Bahn keine unbeschrankten Bahnübergänge mehr queren müsste, dürfte sie mit 100 km/h unterwegs sein, was ganz sicher eine völlig andere Fahrzeit ergäbe.
Hinzu kommt, dass eine Bahn Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Kinderwagen sowie auch Fahrräder mitnehmen kann, Dinge, die bekanntermaßen ein Bus nur in sehr geringem Maß ermöglicht.
Der Bus ist besser als nichts, eine reaktivierte Bahn ist besser für alle!

Antonius Mayland, Bocholt

Leserbriefe, die das örtliche BBV bewusst  und mit höchst merkwürdiger Begründung nicht abdruckte. Quelle: Bild KI-generiert.Leserbriefe, die das örtliche BBV bewusst und mit höchst merkwürdiger Begründung nicht abdruckte. Quelle: Bild KI-generiert.

Aktualisiert: Freitag 20.03.2026

Am 19.03.2026 veröffentlichte das örtliche Bocholter Borkener Volksblatt (BBV) einen Leserbrief von R. Kamps aus Rhede als Reaktion auf meinen am 17.03.2026 im BBV veröffentlichten Leserbrief. Da der Leserbrief des Autors Kamps z.T.  völlig abwegige Behauptungen und Unterstellungen enthielt sah ich mich gehalten, erneut darauf zu antworten um Aspekte sachlich richtigzustellen und mit harten Fakten anzureichern. Den eingereichten Leserbrief gibt es nachfolgend.

Das BBV lehnte die Veröffentlichung mit fadenscheinigen Argumenten (Zeitungsleser des BBV werden überfordert, ein Kontext sei nicht ersichtlich...) ab. Diese völlig unakzeptable Argumentation kann so nicht stehen bleiben und wurde mit nachfolgender E-Mail am 19.03.2026 beantwortet. Möge sich jeder Leser des BBV dazu seine eigene Meinung bilden.

 

 

"Sehr geehrter Herr Prinz,

für Ihre Antwort danke ich Ihnen, auch wenn Ihre Begründung in keiner Weise überzeugt.

Ihre Argumentation, der Leser könne durch eine weitere Erwiderung „überfordert“ werden, halte ich für vorgeschoben. Leserbriefe dienen gerade dem öffentlichen Austausch unterschiedlicher Auffassungen. Wenn bereits eine erste Replik veröffentlicht wurde, erschließt sich nicht, weshalb eine weitere, sachlich formulierte Gegenäußerung plötzlich unzumutbar sein soll. Die BBV-Leserschaft ist durchaus in der Lage, kontroverse Positionen nachzuvollziehen – dies ist ein grundlegender Bestandteil einer funktionierenden öffentlichen Debatte.

Ebenso wenig überzeugt der Hinweis auf einen angeblich fehlenden Kontext. Dieser ließe sich ohne Weiteres durch eine kurze redaktionelle Einordnung herstellen, wie es in der Praxis der Presse üblich ist. Stattdessen wird hier ein Diskurs einseitig beendet, obwohl er bereits eröffnet wurde. Der Kontext und ein wesentlicher Punkt, warum es nicht zu einer Kooperation mit der HH Münster kommt, ist klar und wurde von Herrn Krühler in seinem Artikel herausgearbeitet. 

Der Eindruck drängt sich auf, dass nicht die Verständlichkeit für die Leser das ausschlaggebende Kriterium ist, sondern vielmehr der Wille, eine inhaltliche Auseinandersetzung an einem bestimmten Punkt abzubrechen. Dies widerspricht aus meiner Sicht dem publizistischen Anspruch, Meinungsvielfalt abzubilden und den offenen Austausch von Argumenten zu ermöglichen.

Ich bitte Sie daher, Ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken und meinem Leserbrief doch noch Raum zu geben. Andernfalls bleibt festzuhalten, dass die von Ihnen angeführte Begründung nicht geeignet ist, die Nichtveröffentlichung sachlich zu rechtfertigen."

Abgelehnter Leserbrief Dr. Andreas Klöcker M.A. zum Thema "Gesundheitscampus BOH - ÖPNV-Anbindung" v. 19.03.2026Abgelehnter Leserbrief Dr. Andreas Klöcker M.A. zum Thema "Gesundheitscampus BOH - ÖPNV-Anbindung" v. 19.03.2026

Aktualisiert Dienstag, 17.03.2026

In Ergänzung zum BBV-Artikel und der Fokussierung darauf, dass die geplante Kooperation mit der FH Münster förmlich geplatzt ist - nicht zuletzt auf der unzumutbaren, schlechten und unzureichenden ÖPNV-Anbindung Richtung Münster, veröffentlichte das BBV am 17.03.2026 meinen nachfolgenden Leserbrief unter dem Titel "Keine Fachkräfte ohne Mobilität".

Leserbrief Dr. Andreas Klöcker M.A. zum Thema "Gesundheitscampus BOH - ÖPNV-Anbindung" v. 17.03.2026Leserbrief Dr. Andreas Klöcker M.A. zum Thema "Gesundheitscampus BOH - ÖPNV-Anbindung" v. 17.03.2026

Aktualisiert Dienstag, 10.03.2026

Gesundheitscampus BOH - Zukunft weiter ungewiss - auch aufgrund der schlechten ÖPNV-Anbindung Richtung Münster.  Quelle: KI-generiertes Bild!Gesundheitscampus BOH - Zukunft weiter ungewiss - auch aufgrund der schlechten ÖPNV-Anbindung Richtung Münster. Quelle: KI-generiertes Bild!

Der geplante Health Education Campus Westmünsterland (HECW) in Bocholt gerät weiter ins Stocken. Am 10.03.2026 berichtet das örtliche Bocholter Borkener Volksblatt über die neue Entwicklung. In diesem Zusammenhang spielt auch die mangelhafte Anbindung Bocholts an Münster via ÖPNV eine Rolle.

Mehr als drei Jahre nach der Ankündigung ist auf der vorgesehenen Fläche am St.-Agnes-Hospital noch nichts gebaut worden. Nun ist auch die Fachhochschule Münster aus der Kooperation ausgestiegen, sodass die Krankenhaus-Stiftung einen neuen akademischen Partner suchen muss.

Damit wird deutlich, wie fragil das Projekt von Beginn an aufgestellt war. Vorgesehen war unter anderem, dass Studierende zwischen Münster und Bocholt pendeln – zwei Studienorte, die rund 80 Kilometer auseinanderliegen und im öffentlichen Nahverkehr nur mit erheblichem Zeitaufwand erreichbar sind.

Die WMB hat seit Jahren darauf hingewiesen, dass die ÖPNV-Verbindung zwischen Münster und Bocholt ohne direkte Bahnverbindung und mit dem Sprinterbus als nahezu einzige schnelle Verbindung unzureichend und nicht zukunftsfähig ist. Die aktuellen Entwicklungen rund um den Gesundheitscampus bestätigen diese Warnungen deutlich.

Trotzdem hat die Politik diese strukturellen Probleme bislang weder ernsthaft aufgegriffen noch gelöst. Statt die notwendige Verkehrsinfrastruktur zwischen Münster und Bocholt zu stärken, wurde ein Hochschulprojekt auf eine Grundlage gestellt, die von Anfang an erhebliche praktische Hürden für Studierende und Lehrende mit sich bringt.

Gesundheitscampus Bocholt - Verzögerter Baustart und eine

nicht ausrechende ÖPNV-Anbindung...

BBV-Bericht v. 06.12.2022

Medizinische Ausbildung in Bocholt. Quelle:Quelle: KI-generiertes Bild!Medizinische Ausbildung in Bocholt. Quelle:Quelle: KI-generiertes Bild!

In einem Artikel v. 06.12.2022 berichtet das örtliche BBV über den geplanten "Gesundheitscampus Bocholt" unweit des Bocholter Krankenhauses.
Am "Health Education Campus Westmünsterland" sind drei Studiengänge der Fachhochschule Münster geplant. Dazu gehören Studierende der "Berufspädagogik Rettungswesen". Im Sektor "Primärqualifizierende Pflege" werden nach derzeitigem Stand angehende akademische Pflegefachkräfte ausgebildet. Im Weiterbildungs-Master-Studiengang "Medical and Health Care Education" werden Lehrende in der Medizinerausbildung ausgebildet. Dieser Studiengang wird laut FH Münster komplett in Münster stattfinden.

Medizin-Campus in Bocholt / Ein Zukunftsprojekt das auch einen guten ÖPNV braucht! / Quelle: www.pixabay.comMedizin-Campus in Bocholt / Ein Zukunftsprojekt das auch einen guten ÖPNV braucht! / Quelle: www.pixabay.com

In seinem kritischen Kommentar weist der BBV-Redakteur Jochen Krühler auf die großen Chancen dieses Projekts aber auch die großen Aufgaben hin. Der Gesundheitscampus wird den Standort "Bocholt" und das medizinische Angebot deutlich aufwerten. Junge, medizinische Fachkräfte werden für unsere Region, das westliche Münsterland, ein deutlicher Gewinn sein. Die damit verbundene Hoffnung ist die Erwartung, dass junge Fachkräfte nicht nur in die Region ein- und auspendeln, sondern auch hier ggf. beruflich Fuß fassen und sesshaft werden. Nicht nur für Bocholt sondern auch alle anderen Gemeinden und die gesamte Region wäre ein Ausbau des medizinischen Sektors ein deutlicher Gewinn und ein ganz besonderer Standortvorteil für Bocholt.

Das BBV weist zurecht aber auch auf die großen Aufgaben hin, die Bocholt als Stadt zu erwarten hat - insbesondre hinsichtlich der Verkehrsinfrastruktur. Der Medizin-Campus wird zwangsläufig den Ein- und Auspendlerstrom weiter verstärken. Die FH Münster nennt die Verbindung Bocholt - Münster "suboptimal". 

Doch das Problem reicht deutlich weiter. Übervolle (Sprinter-)Busse, eine fehlende Bahnanbindung an das Oberzentrum und die westfälische Metropole Münster sowie der motorisierte Individualverkehr als fast einzige Möglichkeit zwischen Münster und Bocholt zu pendeln, kennzeichnen die Misere.

Stellungnahme der Westmünsterlandbahn zum BBV-Artikel "Gesundheits-Campus" Bocholt v. 06.12.2022 v. 14.12.2022

Den BBV-Artikel "Gesundheits-Campus" BOH und die darin angesprochene Problematik einer sehr lückenhaften ÖPNV-Anbindung - besonders in östlicher Richtung nach Münster - nimmt die Westmünsterlandbahn (WMB) zum Anlass einer Stellungnahme, die das BBV am 14.12.2022 veröffentlichte.

Die WMB plädiert im Zusammenhang mit dem Ausbau des Gesundheitssektors in Bocholt nochmals und mit Nachdruck für die Reaktivierung der Bahnverbindung zwischen Bocholt - Borken und Coesfeld. Die Mobilitätskonzepte aller Gemeinden im westlichen Münsterland müssen zwingend über ihre Stadtgrenzen hinaus das Verkehrsmittel "Bahn" in ihre Planungen mit einbeziehen. Hinsichtlich der Frage nach einer "Mobilität von Morgen" und den Herausforderungen, Berufspendlern auch im ländlichen Raum adäquate Lösungen anzubieten, greifen Konzepte, die einseitig auf den Ausbau von Sprinterbus-Linien und Radschnellwegen auf Bahntrassen setzen, zu kurz.

Nur die Bahn ist auf längeren Strecken das geeignete Verkehrsmittel den vorherr-schenden und unakzeptabel hohen motorisierten Individualverkehr zu kompensieren. Vom guten ÖPNV-Angebot - insbesondere hinsichtlich eines Schienen-Personennahverkehrs -  wird es entscheidend abhängen, ob es den Gemeinden gelingt, junge Menschen zur Bildung und Ausbildung in die Region zu holen. Darüber hinaus bedeutet ein breit gefächertes ÖPNV-Angebot einen aktiven Beitrag zur Daseinsvorsorge einer Gemeinde. S-Bus-Linien sind hier sicherlich nicht ausreichend und es ist auch kaum zu erwarten, dass Pendler aus Münster mit dem Fahrrad in das westliche Münsterland einpendeln.

Medizinsche Ausbildung in Bocholt / Quelle: www.pixabay.com / Darko StojanovicMedizinsche Ausbildung in Bocholt / Quelle: www.pixabay.com / Darko Stojanovic

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